Ich bin ja kein Richter. Aber das Video der Erschießung der 37-jährigen Renee Nicole Good sieht für mich nach eiskaltem Mord aus.
Möglich, dass der ICE Beamte, der im Bild gerade die Tatwaffe aus dem Holster zieht und damit Sekunden später auf das Opfer schießt, Angst hatte, überfahren zu werden. Ich denke, er hätte auch einen Schritt zur Seite machen können, anstatt die Frau im Auto zu erschießen.
Der Tod mutmaßlich Unschuldiger bei Polizeimaßnahmen ist tragisch. Etwas, was sich auch in demokratischen Rechtsstaaten nicht vermeiden läßt. Ich bin da ganz offen: nicht jeder, der sich der Polizei widersetzt und dabei zu Tode kommt, kann posthum auf mein Mitleid hoffen. Ich habe auch genug Videos gesehen, in denen offensichtlich kommunikative Beamte aus dem Nichts angegriffen und erschossen, ja niedergemetzelt werden. Ich kann verstehen, wenn die Exekutive nervös ist.
Video: Renee Nicole Good wird von einem ICE Beamten erschossen. Kristi Noem findet das OK. Jacob Frey nicht.
Wie gesagt, ich rede von Staaten, in denen die Gewaltenteilung halbwegs funktioniert. Ob die USA inzwischen noch so ein Staat ist, das bezweifle ich. Richtig verstörend wird es nämlich, wenn man sich zu den Vorfällen das Statement Homeland Security Secretary Kristi Noem anhört. Oder das was Trump selbst zu dem Vorfall sagt - Good, Mutter von drei Kindern wäre selbst schuld, dass sie von ICE Beamten getötet wurde. Das ist widerwärtig. Schauen Sie sich das Video von der Erschießung an und sagen Sie mir, dass Good wie ein Terroristin gehandelt hat, die Polizisten angegriffen hat? Die Reaktion des Bürgermeisters von Minneapolis, Jacob Frey, ist verständlich. Wenn diejenigen, die Recht und Gesetz durchsetzen sollen, als Terroristen wahrgenommen werden, ist es Fünf nach Zwölf in der Demokratie.
Nichts gegen Cowboyhüte. Ich selbst trage gerne Cowboystiefel. Bis heute mit Stolz. Seit Noem mit Scham. Unser einst mächtiger und treuer Verbündeter, unser Vorbild in Sachen Demokratie, die USA, haben den Verstand verloren.
Es ist ein schmaler Grad von der staatlich-demokratische Exekutive zum ideologisch-diktatorischen Killerkommando. Mag sein, dass die Erschossene "links" war. Dass sie versucht hat, illegale Immigranten vor dem Zugriff der ICE zu verstecken, deren Arbeit behindern wollte. Wass strafbar wäre. Ich hab keine Ahnung. Vielleicht war sie auch einfach nur die Mutter, Nachbarin, die zufällig im Weg stand. So oder so: standrechtliche Erschießungen auf offener Straße sind Ausdruck diktatorischer Unrechtsregime. Es ist Trumps Schuld, dass es soweit gekommen ist. Er ist zu einem ernsten Problem für die Amerikaner geworden.
Liberale wie ich gehören ja nicht zu den üblichen Verdächtigen, wenn nach "Regierung" gerufen wird. Aber ... Das, was wir da seit Beginn der Amtszeit vom schwarz-roten Kabinett und von Kanzler Merz geboten bekommen, ist kaum als "Regierung" zu bezeichnen. Es ist ein Theater aus Lug, Trug und Inkompetenz. Klar, ganz vorne steht Friedrich Merz. Wie viele, so wollte auch ich zu Beginn nicht den Unken trauen, die riefen: "Er kann es nicht". Auch ich hatte, wie einige Freie Demokraten, regelrecht Angst davor, dass nun die Kompetenz, insbesondere die Wirtschaftskompetenz in die CDU zurückkehren würde, als Merz 2018 für den CDU-Vorsitz kandidierte. Ich fürchtete, dass die FDP nun ein Problem hätte, weil der Kampf gegen den einheitsdeutschen Sozialismus merkelscher Prägung vorbei wäre. Nie habe ich mich in Personalfragen so geirrt. Es wurde viel schlimmer. Lügen Einer d er folgenreichsten Fehler unterlief Merz schon kurz vor seinem Amtsantritt: Im Wahlkampf hatt...
Schon wieder ein alter weißer Mann: Wilhelm Büchner. Lebte in unmittelbarer Nachbarschaft von Bürgermeisterkandidat Mathias Zeuner. Oder umgekehrt. Guckt auch immer so böse, oft in schwarz-weiß. Bild: Wikipedia, von unbekannt - Familienbesitz . Gestern war ich zu Besuch auf dem "WeinWerk bei Wilhelm". Warum er das neue Restaurant in der Villa Büchner denn "Wilhelm" nannte, fragte ich Christoph Herrmann , den Initiator und Betreiber. Um den etwas verwunderten, ja mitleidigen Blick, den ich mit dieser Frage erntete, besser zu verstehen, muß man wissen, dass ich seit nun bald 22 Jahren einen Steinwurf entfernt von der Villa lebe die Wilhelm (aha) Büchner (ja, ein jüngerer Bruder von Georg ) ab 1865 bauen ließ. Also, was Christoph mir sagen wollte: Als Bürgermeisterkandidat und in direkter Nachbarschaft lebend, hätte ich selbst auf die Idee kommen können. Da hat er Recht. Auch konzeptionell: "Der Kartoffelsalat mit der grünen Soße war perfekt!" darf ich...
Ich habe schönste Erinnerungen an das Pfungstädter Schwimmbad. Insbesondere das Freibad empfand ich, gerade mit Kindern, als "Perle" in der Schwimmbadlandschaft der näheren Umgebung. Vier Becken, Sprungturm, viel Liegefläche, Bäume, Pommes, Sonne und Schatten, Sandfläche. Toll. 2014, da waren meine Kinder 13, wurde das Bad geschlossen. Ein Schock. Eine ungeheure Erschütterung des Pfungstädter Universums. Ein Anschlag auf das Vertrauen in "die Politik", von der wir, als Bürger, uns bis heute nicht erholt haben. Wie konnte es dazu kommen? So schlagartig das "Aus" uns auch erwischt hat - es war absehbar. Chronologie 1908 Bereits 1908 wurde in Pfungstadt ein Hallenbad eröffnet , beheizt über das kommunale Wasser- und Elektrizitätswerk. Es zählt zu den ersten öffentlichen Hallenbädern in Hessen . 1976 In den 1970er-Jahren plant die Stadt Pfungstadt ein "modernes" Kombi-Bad mit Hallenbad, Wellenbad und Freibad. Das existierende innerstädtische Ha...
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