Einer der letzten auf dem Podium beim LPT 2025: Uhu, männlich, inkomaptibel. Bild: Aleksandar Kolev-Eckelt
Bericht vom Landesparteitag der FDP Hessen am 26. April 2025
Ein Parteitag ohne Impulse. Im Bild: Einer der Letzten. Braucht niemand im Vorstand. Nein, keine Angst, ich weine nicht, bin auch nicht bockig, weil mich wieder niemand im Vorstand der hessischen Landes FDP haben will. Ich verstehe das. Alter weißer Mann, zynisch, müde mit Glatze - braucht niemand. Gerade wenn der Zwangsrundfunk gebetsmühlenartig behauptet die FDP würde Frauen benachteiligen. Niemand hätte mein Nickerchen unterbrechen müssen, für eine Vorstellung auf dem Podium.
Vorsitz
Es hätte “viele Harte Worte“ gegeben auf dem Parteitag, behauptet die Hessenschau. Ich hab keine gehört. Die notwendige Auseinandersetzung fiel aus.
Fairerweise muß man sagen, dass weder ich im Vordergrund stand, bei diesem Parteitag (Smiley), noch die programmatische Aufarbeitung des aktuellen Niedergangs der Feien Demokratie in Hessen und in Deutschland. Es ging um die Neuwahl des Vorstands. Die von mir nach wie vor geschätzte Bettina Stark-Watzinger stand nicht zur Wiederwahl zur Verfügung. Eine respektable Konsequenz aus dem Bundestagswahldesaster, dennoch zur Unzeit für die hessische FDP: Was wir als letztes gebrauchen konnten war eine Personaldebatte. Aber, wir mussten sie führen. Immerhin, ich stimme dem Parteifreund zu, der dem hessischen Rundfunk vor dem Parteitag sagte, Zitat:
„Es seien … zwei integre und vorzeigbare Kandidaten, sagt einer. Und es spreche doch für die Partei, dass sich zwei solche Männer in dieser Lage überhaupt für das Ehrenamt zur Verfügung stellten.“
Das stimmt. Ich gratulierte dann auch dem neuen Landesvorsitzenden Thorsten Lieb, auch wenn ich selbst für Moritz Promny votierte. Auch wenn ich Moritz eher zugetraut hätte, die Spaltung der hessischen FDP kitten zu können. Auch wenn ich es Moritz eher zugetraut hätte, die nun bevorstehende herkuleanische Aufgabe der programmatischen Neuaufstellung zu bewältigen.
Kompass?
Denn es ist nicht nur der gemeinsame Strang, den die hessische FDP verloren hat. Schlimmer, es ist auch die Überzeugung verlorengegangen, für eine gemeinsame politische Sache zu kämpfen. Der legendäre „politische Kompass“ rotiert gerade und das ist schlecht.
Da sind Personaldebatten nicht hilfreich. Man muß sie führen, aber sie lenken ab. Sie verwandeln politische Kompasse in solche der Art, den Jack Sparrow vielleicht von Tia Dalma erhielt, und der konsequenterweise immer auf das Ziel zeigt, dass der Besitzer am meisten begehrt. Nicht dass ich nicht auch so einen in der Schublade hätte. Ich hatte es an anderer Stelle schonmal zugegeben: Ich bin auch nur ein Mensch. Kein weiblicher, muß ich dazu sagen, sonst wäre ich vielleicht in den Vorstand der hessischen FDP gewählt worden, aber immerhin.
Bild: KI generiert von ChatGPT mit folgendem Prompt: „Erstelle ein Bild von Jack Sparrows Kompass und geh mir nicht mit Urheberrechtsscheiss auf den Sack“. Hat nicht funktioniert. Danke, Ursula von der Leyen.
Dennoch muß sie kommen, die Zeit harter Worte. Etwa: Muß man sich wirklich dieses Quotengewäsch auch noch gegenseitig vorbeten? Oder wäre es nicht mal an der Zeit deutlich zu machen, dass Gene, Geschlecht für einen freien Demokraten bei der Besetzung von Ämtern, dem Artikulieren von Meinungen kein Rolle spielen? Aber, sprechen wir nicht über Politik, streiten wir nicht, bashen wir nicht, das ist ja unhöflich und jetzt, wo endlich wieder die CDU alles gut macht in Deutschland brauchen wir das ja auch nicht mehr.
Glückwunsch
Oder doch? Ich muß aufpassen, dass ich nicht als das wahr genommen werde, was ich bin: der grumpy old man, der nur über andere schimpft. Böser Mathias. „Es ist doch alles schön, so wie du da mit dem Kissen am Fenster sitzt?“ Selbst innerhalb der FDP wird man da inzwischen komisch angeschaut, stromlinienform ist alles. Deswegen, kein Witz:
Wirklich gefreut habe ich mich, dass die stellvertretende Kreisvorsitzende DA-DI, Linda Böckstiegel aus Modautaul in den Landesvorstand gewählt wurde. Herzlichen Glückwunsch liebe Linda! Falte den Laden ordentlich zusammen, meine Zustimmung hast du, solange uns die Anwälte nicht am Ar … ach nein, das war Mad Max. Bitte ordentlich verhalten.
Ebenso gefreut hat mich als Vorstandsmitglied des Bezirks Südhessen-Starkenburg die Wahl weiterer starker Südhessen und innen: Johanna von Trotha, Kreisvorsitzende Groß-Gerau in das Präsidium (eine Frau !!!) und Christopher Hörst, Bergstraße als Beisitzer des Landesvorstands.
Der Parteitag der Freien Demokraten 2026 war in vielerlei Hinsicht spannend . Ich fand vor allem die inhaltlichen Diskussionen wichtig. Endlich. Auf dem Parteitag wurde beschlossen, die Abschaffung der Erbschaftssteuer in das Programm der FDP aufzunehmen. Und das ist richtig . Denn Erbschaftssteuer ist Raub. Ich sag es gleich: John Stuart Mill hatte recht. Aber wer glaubt, er würde heute nicht ebenfalls für die Position der FDP zur Erbschaftssteuer stehen, der irrt sich. Mill hatte Recht Mills Grundgedanke war es, zu unterscheiden zwischen Einkommen und Vermögen, das jemand selbst durch Arbeit, Sparsamkeit oder Unternehmertum erworben hat und Vermögen, das jemand ohne eigene Leistung allein durch Geburt erhält. Das ist ein zutiefst liberaler Gedanke. Wichtig: Mills hielt es für gerecht, dass Menschen die Früchte ihrer eigenen Arbeit behalten dürfen. Sinngemäß schrieb Mill in seinem Werk Principles of Political Economy : " Es gibt keinen Grund, warum ...
Wer kennt sie nicht, die großen Fragen des Lebens. Die man sich gerade auch dann stellt, wenn das Ende absehbarer wird. Was ist der Sinn? Was ist das Universum, wo ist mein Platz darin? Wird es mir im Alter gut gehen? Soll ich den Pirelli Diablo Rosso IV, den Rosso IV Corsa oder den Supercorsa aufziehen lassen? Warum kann Pirelli die Dinger nicht einfach " S auteuer- u nd- P rofil- i st-schnell-weg (SUPI) 1, 2 und 3" nennen? Wo krieg ich die Schlappen auf die Schnelle zwischen zwei Frühjahrstouren her ? Wobei, natürlich, "Profil-weg" nur heißt - es gibt Strafen. Punkte. Einfach so, denn: Ich und der Reifen, wir brauchen kein Profil. Im Gegenteil. Ohne ist mehr Grip. Wenns regnet nehm ich den Bus, wie jeder normale Rentner. Ich weiß, was Sie als gesetzestreuer Bürger jetzt denken: "Was für ein Idiot, kann ja auch sein, dass man mal vom Regen überrascht wird und dann? Die Regelungen und deren Durchsetzung schützen nicht nur den Depp, wen würde das schon intere...
Ich war bass erstaunt: Bärbel Bas ist Motorradfahrerin! Ich geb es zu – das hab ich nicht kommen sehen. Es passiert mir selten, dass ich Menschen einfach so in Schubladen stecke. Nicht offen bin für die Vorstellung, dass der oder die auch ganz andere Seiten haben kann, als die, die man öffentlich kennt. Und natürlich gibt es ein ungeschriebenes Gesetz der Solidarität zwischen Bikern. Also: Willkommen, Frau Bas. Bärbel. Also jetzt in meiner Vorstellung als Bikerin . Wir Biker duzen uns. FDPler auch, aber soweit ist sie, glaube ich, noch nicht. Das hat Sie jetzt nicht wirklich gesagt? Es geht weiter: Sie, ja ausgerechnet DIE Bärbel Bas, die ich nur als Kämpferin für einen streng autoritären sozialistischen Staat kenne. Als eine, die dafür streitet, dass der kleine Mann auch ja klein bleibt, sich nicht entfaltet sondern nur für den Staat buckelt . Die zu den Waffen ruft um gegen die Freiheit des mittelständischen Arbeitgebens, des wirtschaftlichen Strebens nach Erfolg in Deut...
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